INSTITUT RETZL - Gemeindeforschung
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URIS - Umfeld-Rückkoppelungs- und Informationssystem zum Flughafen Linz - Blue Danube Airport
Art des Verfahrens:
Dialogforum

Themenbereich:
Infrastrukturentwicklung, Verkehr/Transport

Beschreibung des Verfahrens:
Das Dialogverfahren bezieht die Bürgermeister bzw. Vertreter der Standortgemeinde Hörsching sowie Linz, Traun, Kirchberg-Thening, Oftering, Pasching, Ansfelden und Marchtrenk, die Wirtschafts- und Arbeiterkammer, die Industriellenvereinigung, das Regionalforum Linz-Land, das Militärkommando Oberösterreich, die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, die Austro Control GmbH sowie den Flughafen Linz mit ein. Die Entwicklung des Systems und die Gründung der Dialogplattform "URIS-Beirat" erfolgte im Jahr 1999 auf Initiative des Verkehrsressorts des Landes Oberösterreich. Der Initiative ging eine verstärkte regionale und mediale Diskussion um Lärmthemen wie auch um eine Ausweitung der Betriebszeiten voraus. Die zu diesem Zeitpunkt neu bestellte Leitung des Flughafens war bereit, das Dialogverfahren aktiv zu unterstützen. Die Erstellung des Verfahrens und die operative Betreuung wurde durch das Institut Retzl übernommen. Das Kernstück des auf Kontinuität angelegten Dialogverfahrens ist der auf einer freiwilligen Vereinbarung beruhende URIS Beirat, in dem die Beratungen der Interessensgruppen erfolgen. Mittlerweile wurden 16. Plenumssitzungen abgehalten. Wesentlich ist auch die Aufgabe unmittelbare Anraineranliegen zu beraten sowie periodische Anrainerbefragung (2000, 2003) rund um Themen des Flughafens durchzuführen. Insbesondere konnte in Zusammenarbeit mit den Airlines eine Verringerung der Betriebszeitenüberschreitung erreicht werden. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Steuerung einer verträglichen Infrastrukturentwicklung am und rund um den Flughafen. Aktuell wurde gemeinsam mit dem URIS-Beirat und der Abteilung Umwelt- und Anlagentechnik des Landes OÖ. eine Lärmmesssystem installiert und der Probebetrieb gestartet. Die erreichten Erfolge zeigen, dass ein rechtzeitiger Dialog über Vor- und Nachteile von Infrastrukturvorhaben das Eskalationspotenzial einer Region wesentlich verringert und die Notwendigkeit aufwändiger Mediationsverfahren reduziert. Der rechtzeitige Aufbau einer Dialogkultur und die Sicherung der transparenten, unabhängigen Durchführung des Informationsaustausches sind dabei entscheidend.

Autor: Johann Ecker, MBA
Institution: Institut Retzl
Gemeindeforschung und Unternehmensberatung
Am Anger 6, 4040 Linz
Telefon: +43/732/737050-12
Email: johann.ecker@institut-retzl.at
Ansprechperson zum Projekt: wie oben


Detailinfo
Dir. DI Gerhard Kunesch
Flughafenstraße 1
4063 Hörsching
Flughafen Linz